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Kunden zeigen ihr Krippenprojekt

Alpenländische Krippe von Gregor Reichmann aus Limburg

WeihnachtskrippeDer Grundgedanke zur Herstellung des Krippenstalles war ebenso einfach wie logisch. Die Krippe sollte bezüglich des Figurenmaßstabes passend sowie von dem besonderen Charme der Einfachheit (Armut) geprägt sein.

Dabei ging mir der Leitsatz eines Krippenbauers nicht aus dem Kopf „Bei einer Weihnachtskrippe muss sich immer alles etwas im Weg stehen”.

Einen gezeichneten Plan oder eine Konstruktion am PC gab es vorher nicht. Die Größenverhältnisse habe ich an Hand der 11 - 12 cm großen Krippenfiguren errechnet und eine Körpergröße von 1,70 m vorausgesetzt. Die Idee wuchs mit dem Bau. Das Figurenset bestellte ich daher – aus Gründen der Maßstabstreue – schon zu Beginn der Bauphase bei Herrn Gerdsmann · Das Krippenhaus.

Die Konstruktion

Bild 1.1Zunächst sollte die Grundlage also das Aufbaubrett, sowie dessen Größe bestimmt und besorgt werden. In meinem Falle war dies eine 50 x 45 x 2 cm große Tischlerplatte (unbehandelt). Außerdem hatte ich im Vorfeld starke Äste einer bereits seit einem Jahr geschnittenen Buchenhecke und Haselnussäste gesammelt. Die tragenden Rundbalken des Stalles sollten später auf Natursteinen stehen. So besorgte ich auch diese vor dem Baubeginn.

Tipp: Alle selbst gesammelten Naturhölzer vor der Verarbeitung eine Stunde bei etwa 100° C im Backofen trocknen.

Die ersten Schritte

Vier gleichlange und gleich starke Äste auf die spätere Raumhöhe absägen und mit einem Schnitzmesser von der Rinde befreien. Im Anschluss werden diese mit Heißkleber auf den vorher angezeichneten Ecken mit je einem unterlegten Stein, senkrecht auf das Brett geklebt (siehe Bild 1.1). Die hinteren beiden Stützen und die vorderen beiden Stützen habe ich - nach dem Vorbild einer Ecküberplattung – mit dicken Balken von links nach rechts verbunden und angeleimt.

Alle vier Ecken wurden nun ca. 2 cm tief mit einem 5 mm Loch versehen.

Ratschlag: In diese Löcher setzen sich später die Rundzapfen der Dachkonstruktion, sodass das gesamte Dach abnehmbar bleibt.

Das Dach, die Wände, Fenster und Türen

Bild 1.2Die Dachkonstruktion ist aus maßstäblich passenden Fichtenleisten gefertigt und als Balkenwerk aufgeschlagen. Für die Schindeln wird das Balkenwerk im Abstand von 3 cm mit waagerechten Leisten versehen. Zur Befestigung der Wandbretter wurden schmale Leisten zwischen die senkrechten Säulen geleimt. Jedes Wandbrett ist selbst hergestellt und von einer entsprechend gekürzten, unbehandelten Dachlatte mit dem Pfadfinder-Dolch und einem Gummihammer abgespalten. Auch die Türen sind aus Leisten und selbst gefertigten Brettern entstanden. Die Schindeln sind ebenfalls Spaltmaterial (ca. 5 cm lang und 2,5 cm breit).

Aus einem Stück Zinkblech habe ich die Scharniere ausgeschnitten, gebogen und schwarz lackiert. Für die Fenster nutzte ich ca. 1 cm starke Quadratleisten, Zahnstocher und Zündhölzer. Die Fenster sind in der linken bzw. rechten Ecke nach oben und unten mit abgeschnittenen Nägeln in die jeweiligen Rahmen eingesetzt. So lassen sie sich öffnen und schließen aber nicht herausnehmen.

Anbau, Rückseite und Zubehör

Bild 1.3Meinem Krippenstall habe ich einen Anbau gegönnt und sehr großen Wert auf eine brauchbare Rückansicht gelegt. So ist der Anbau im Inneren des Stalles durch einen Futtertrog und durch eine V-förmige Futterkrippe (später mit Heu gefüllt) getrennt und möbliert (siehe Bild 1.3).

In die Rückseite des Stalles ist eine Mauer in Stein- und Putzoptik integriert. Für diese Mauer habe ich mir eine etwa 2 cm starke, waagerechte Schalung auf Styropor gelegt und diese mit Spachtelmasse für Decken und Wände ausgegossen (bitte kein Gips verwenden, später mehr). Unter Bild 1.5 lässt sich leicht erkennen, wie mit einem Uhrmacherschraubenzieher und der entsprechenden Kratztechnik, Abplatzungen im Putz darstellbar sind.

Bild 1.4Bild 1.5

Auf dem Bild 1.6 sind bereits sehr viele Zusätze und Ergänzungen sichtbar. Der Zaun aus mehrfach gespaltenen Rundhölzern und Querlatten, das Lagerfeuer die Querstreben (45°) am Eingang zum Stall, die Tür auf dem Dachboden, Werkzeuge, eine Eigenbau – Schubkarre, Teile der Beleuchtung und einen Flaschenzug. In der Mauer sind die Steine bereits (durch Auskratzen der Fugen) erkennbar aber noch unkoloriert.

Bild 1.6

Beleuchtung, Kolorierung (Alterung) und der Figurenaufbau

Die Verdrahtung der Lampen findet bei meiner Krippe unter dem Boden statt. Dazu wurde die Unterseite der Tischlerplatte mit 2 cm Leisten umrahmt, sodass ein Hohlraum entstand. An der Vorderseite befinden sich 4 Schalter (diese sind durch die abnehmbare Treppe verdeckt) und der Stecker für den 3,5 V Trafo ist nach hinten gerichtet.

Bild 2.0Bild 2.1

Von Beginn an hatte ich mir vorgenommen, das Holz durch das Aufbringen von Farben künstlich zu altern. Aus diesem Grunde glich ich auch den Untergrund-Rahmen farblich sowie von der Struktur her an. Die gesamte Umrandung und den Boden habe ich daher mit Molto Holzspachtel bearbeitet.

Außer den unterschiedlichen Farben bekamen die Flächen noch etwas Langgras aus dem Hause Noch und diverse Sträucher mit Moos. Auf Bild 2.1 und Bild 2.2 ist die Kolorierung und die Dekoration recht gut ersichtlich.

Bild 2.2Bild 2.3

Zur Abrundung des Gesamtbildes füge ich dieser Beschreibung noch einige Fotos mit und ohne Figuren bei. Zum Einen kann man sehen wie die Mauer von innen und/außen geworden ist (kein Gips, weil dieser sich nicht gut kratzen lässt) und zum Anderen wird der enorme Unterschied zur unkolorierten Krippe klar.

Nach meiner Meinung strahlen die Aufnahmen mit den Figuren eine Atmosphäre aus, bei der man gerne dabei sein möchte.

Ich bitte die schlechte Bildqualität zu entschuldigen. Hier handelt es sich ausschließlich um Bilder einer Handykamera.

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